Life sucks.

Ist ewig her, seitdem ich diesen Blog angeschaut habe. Vielleicht mach ich es ab heute öfter. Es ist mir sogar egal, wenn niemand liest, was ich schreibe. Hauptsache, ich schreibe. Denn schreiben erleichtert. Und genau das brauche ich jetzt.

Die Woche bis heute, Dienstag, war beschissen. Montag schneit es; geht ja noch. Aber ich rutsche zwei Mal aus; weniger toll. Mein Englischlehrer zieht meinen Durchschnitt von einer knappen 1 auf eine 3 runter mit einer einzigen Mündlichnote. Einer grauenhaft ungenügenden Mündlichnote. Der ersten in Englisch in meiner Laufbahn überhaupt.
Heute war es beinahe schlimmer. Im Bildnerischen Gestalten sind wir derzeit an einem Projekt, Thema "Stuhlgeschichten". Ich habe ein Konzept, bin überzeugt davon, obwohl der Stuhl nicht im Zentrum steht und - zugegeben - eigentlich nicht seeehr wichtig ist. Aber er ist da, und für mich ist er wichtig. Ich habe eine Aussage, was das Wichtigste ist bei diesem Projekt. Und ich weiss, dass der Lehrer es nicht mag. Pech gehabt, wird nur einer von vier oder fünf Leuten sein, der es bewertet. Aber heute hat er mich richtig fertig gemacht. Ob ich suizidgefährdet sei. Pah, vielleicht, vielleicht auch nicht, aber wenn ja, würde ich das dem gerade auf die Nase binden? Nein, also war die Antwort doppelt klar. Aber mit der Zeit wurde es echt schwer, mich zusammenzureissen. Weil Montag nicht toll war, war meine Laune auch immer noch nicht die Beste. Und ich habe fast losgeheult. Jetzt werde ich ein Projekt machen, das mir nicht gefällt, aber dem Lehrer. Was soll's. Solange es eine gute Note gibt, lohnt es sich ja. Und wehe, er meckert wieder rum.

Das alles wäre ja noch erträglich, aber es ist leider nicht alles. Meine Grossmutter erhält Morphium, weil sie die Schmerzen sonst nicht mehr ertragen kann. Krebs, überall im Körper. Kann nichts mehr alleine machen, braucht für alles Hilfe. Das hat meinen Grossvater auch krank gemacht. Sie haben meine Grossmutter in ein Pflegeheim gesteckt, um meinem Grossvater Ferien zu gönnen. Meiner Schwester geht das unglaublich nahe, weil sie sehr emotional ist. Ich ertrage es eigentlich noch, da ich den Tod als Teil des Lebens akzeptiert habe. Aber dadurch, dass es meiner gesamten Familie deswegen nicht gut geht, leide auch ich darunter. Und dazu dann noch die Schule und "Freunde", die mich mit einer grossen Wahrscheinlichkeit nicht leiden können. Würde ich auch nicht. Ich meine, wer will schon einen negativ eingestellten Menschen die ganze Zeit um sich herum haben? Wer will schon die ganze Zeit von Ironie, Sarkasmus, Pessimismus und Selbsthass umgeben sein? Klar, auch ich habe meine humoristischen, positiven Momente, aber die sind meistens selten. Beziehungsweise selten sehr ehrlich.
Wie ich darauf komme, dass meine "Freunde" mich nicht mögen? Einfach: Sportlektion, ich schliesse mich ihnen an und benutze die gleiche Umkleide. Nächste Woche bin ich früher als sie und gehe wieder in die gleiche. Sie in die nebenan. Dankeschön.
Ich will Harry Potter und den Halbblutprinzen ins Kino schauen gehen. Negativ. Neuer Film, neues Glück. New Moon. Wieder negativ. Frage im November, ob wer auf eine Party im Januar kommt, bin also früh genug. Alle gehen, aber schon mit anderen Freunden. Und ich dann das fünfte Rad am Wagen, als Single umringt von all den Pärchen? Hab ich einmal gemacht, mach ich nie wieder.
Okay, die Argumentation mag vielleicht etwas lahm sein. Aber ich habe echt keine Lust mehr. Ich habe mir Mühe gegeben, habe mich von meinem Schneckenhaus getrennt und bin nun redseliger. Meine Hobbys und Interessen sind vielleicht manchmal etwas speziell, aber die ganz speziellen teile ich den anderen auch nicht mit (zum Beispiel meine Vorliebe für Shounen-ai und Yaoi, absolut unvorstellbar, mich jemandem anvertrauen zu können. Junjou Romantica liegt irgendwo versteckt in meinem Bücherschrank, damit meine Eltern ja nichts davon mitbekommen. Und auch niemand anderes.) Auf jeden Fall strenge ich mich an, passe mich mehr oder weniger der Gesellschaft an, tue das, was ich hasse - reden -, inzwischen automatisch und ohne dreimal nachzudenken, was ich sagen will, und trotzdem bin ich immer noch ein Aussenseiter. Was soll ich noch tun? Ich habe keine Lust, mich noch stärker der Gesellschaft anzupassen, mich noch mehr von mir selbst zu entfernen. Denn das ist definitiv gefährlich.

Wahrscheinlich liest das niemand durch. Braucht auch niemand durch zu lesen. Hauptsache, ich konnte mir meinen Frust von der Seele schreiben. Werde ich in nächster Zeit wohl öfter tun. Selbsttherapie nennt sich das. Vielleicht kann ich dann wieder glücklicher durchs Leben gehen.

P.S. Ich habe gerade etwas Witziges bemerkt: Mein erster Eintrag war am 12.01. Heute ist der 01.12. Zufälle gibt's.

1.12.09 17:41

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